Karl Friedrich von Auwers

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Karl Friedrich von Auwers (* 16. September 1863 in Gotha; † 3. Mai 1939 in Marburg) war ein deutscher Chemiker.

Leben

Karl Friedrich von Auwers war der Sohn des Astronomen Arthur Auwers. Er studierte Chemie 1881/82 an der Universität Heidelberg und dann in Berlin, wo er 1885 zum Dr. phil. promoviert wurde.[1] In Berlin war er 1886 Assistent bei August Wilhelm von Hofmann und 1887 bis 1889 bei Victor Meyer in Göttingen. 1889/90 war er Assistent in Heidelberg und danach Privatdozent.

1890 konnte sich Auwers habilitieren und wurde vier Jahre später zum a. o. Prof. ernannt. Ab 1900 leitete er das Chemische Institut der Universität Greifswald. Im Jahr 1909 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt. 1913 nahm Auwers einen Ruf an die Universität Marburg an und leitete bis 1928 das dortige Chemische Institut.

Auwers' wichtigste Arbeiten waren Untersuchungen zur Stereochemie von Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen. Außerdem beschäftigte er sich ausführlich mit der Isomerie, der Spektrochemie und der Konstitutionsbestimmung organischer Verbindungen.

Der Physiker Otto von Auwers war sein Sohn.

Auszeichnungen

Er wurde Dr. Ing. e.h. der Technischen Hochschule in Dresden und Vizepräsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft. Ferner wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt.

Literatur

  • Hans Meerwein: Karl von Auwers 1863-1939, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 72 (7): A111–A121 (1939) doi:10.1002/cber.19390720730

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassenbaum: Lexikon bedeutender Chemiker, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1988, S. 21, ISBN 3-323-00185-0.

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