Hybridbatterie

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Eine Hybridbatterie ist, nach ihrem Einsatz benannt, ein spezieller Akku, welcher als Energiespeicher für Hybridfahrzeuge benutzt wird.

An diese Batterie werden spezielle Anforderungen gestellt. Sie muss in kurzer Zeit sehr große Energiemengen abgeben und aufnehmen können und soll wegen ihrer Größe und ihres Preises eine extrem lange Lebensdauer haben. Da herkömmliche, auf dem Markt vorhandene Batterien für diesen Zweck nicht geeignet sind, wurden für Hybridfahrzeuge spezielle Batterien entwickelt. Der weltgrößte Hersteller Panasonic entwickelte gemeinsam mit Toyota eine Hybridbatterie auf Basis von Nickel-Metallhydrid-Zellen.

Nickel-Metallhydrid-Zellen sind patentrechtlich geschützt und wurden ab 10 Ah für Kraftfahrzeuge nur vom amerikanischen Hersteller Cobasys hergestellt. Panasonic wurde von Cobasys verklagt und musste die Produktion von 95 Ah - Nickel-Metallhydrid-Zellen für den Toyota RAV-4-EV und andere Fahrzeuge einstellen. De facto ist die Batterie in der Version der direkten Aufladung, also ohne Verwendung in einem Hybridfahrzeug, nicht käuflich, weil die Patentrechte beim Ölmulti Chevron liegen. Cobasys steht auch bei GM auf der Liste unzuverlässiger Zulieferer und wird derzeit von der Daimler AG aufgrund von Lieferschwierigkeiten für den Akku der neuen M-Klasse (Hybrid) verklagt.

Hybridbatterien werden aufgrund ihres Aufbaus auch Stromquellen genannt, die unterschiedliche Technologien kombinieren, beispielsweise die Kombination von Direktmethanolbrennstoffzellen und Lithium-Polymer-Akkumulatoren.[1]

Einzelnachweise

  1. http://www.vdivde-it.de/innonet/projekte/in_pp076_planarfc.pdf

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