George Starkey

Erweiterte Suche

George Starkey (* 8. oder 9. Juni 1628 in Bermuda; † 1665 in London) war ein englischer Alchemist. Er publizierte auch unter dem Pseudonym Irenäus Philalethes (nicht zu verwechseln mit Eugenius Philaletha). Zu seinen Schülern gehörte u. a. Robert Boyle.

Leben

George Starkey wuchs in einer schottischstämmigen Puritanerfamilie auf. Sein Vater George Stirk war Minister auf Bermuda, welches seit 1620 englische Kolonie war. Er starb, als sein Sohn neun Jahre alt war.

Starkey erhielt dennoch von 1643 bis 1646 eine Ausbildung am Harvard College, mit M.A.- und B.A.-Abschluss. 1650 reiste er nach England, wo er in London ein Laboratorium aufbaute, in dem auch Boyle Unterricht erhielt, welcher ihn später finanziell unterstützte.

Unter dem Namen Philaletes verfasste er zahlreiche alchemistische und iatrochemische Abhandlungen, die meist als Manuskripte kursierten und erst postum gedruckt wurden. Sie hatten Einfluss u.a. auf Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz. Starkey setzte sich entschieden für die Ansichten und Methoden von Johan Baptista van Helmont ein. Stets im Kampf um den Lebensunterhalt erhielt er auch Unterstützung von Samuel Hartlib und arbeitete zeitweise in einem metallurgischen Unternehmen in Bristol.

Werke

Literatur

  • Wilkinson, R. S.: George Starkey, Physician and Alchemist. In: Ambix 11 (1963), 121-152.
  • Wilkinson R. S.: The Problem of the Identity of Eirenaeus Philalethes. In: Ambix 12 (1964), 24-43.
  • Newman, W. R.: Gehennical Fire. The Lives of George Starkey, an American Alchemist in the Scientific Revolution. Cambridge, Mass. 1994

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

17.01.2022
Quantenphysik | Teilchenphysik
Ladungsradien als Prüfstein neuester Kernmodelle
Ein internationales Forschungsprojekt hat die modernen Möglichkeiten der Erzeugung radioaktiver Isotope genutzt, um erstmals die Ladungsradien entlang einer Reihe kurzlebiger Nickelisotope zu bestimmen.
13.01.2022
Sonnensysteme | Planeten | Elektrodynamik
Sauerstoff-Ionen in Jupiters innersten Strahlungsgürteln
In den inneren Strahlungsgürteln des Jupiters finden Forscher hochenergetische Sauerstoff- und Schwefel-Ionen – und eine bisher unbekannte Ionenquelle.
12.01.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Die Suche nach einem kosmischen Gravitationswellenhintergrund
Ein internationales Team von Astronomen gibt die Ergebnisse einer umfassenden Suche nach einem niederfrequenten Gravitationswellenhintergrund bekannt.
11.01.2022
Exoplaneten
Ein rugbyballförmiger Exoplanet
Mithilfe des Weltraumteleskops CHEOPS konnte ein internationales Team von Forschenden zum ersten Mal die Verformung eines Exoplaneten nachweisen.
07.01.2022
Optik | Quantenoptik | Wellenlehre
Aufbruch in neue Frequenzbereiche
Ein internationales Team von Physikern hat eine Messmethode zur Beobachtung licht-induzierter Vorgänge in Festkörpern erweitert.
06.01.2022
Elektrodynamik | Quantenphysik | Teilchenphysik
Kernfusion durch künstliche Blitze
Gepulste elektrische Felder, die zum Beispiel durch Blitzeinschläge verursacht werden, machen sich als Spannungsspitzen bemerkbar und stellen eine zerstörerische Gefahr für elektronische Bauteile dar.
05.01.2022
Elektrodynamik | Teilchenphysik
Materie/Antimaterie-Symmetrie und Antimaterie-Uhr auf einmal getestet
Die BASE-Kollaboration am CERN berichtet über den weltweit genauesten Vergleich zwischen Protonen und Antiprotonen: Die Verhältnisse von Ladung zu Masse von Antiprotonen und Protonen sind auf elf Stellen identisch.
04.01.2022
Milchstraße
Orions Feuerstelle: Ein neues Bild des Flammennebels
Auf diesem neuen Bild der Europäischen Südsternwarte (ESO) bietet der Orion ein spektakuläres Feuerwerk zur Einstimmung auf die Festtage und das neue Jahr.
03.01.2022
Sterne | Elektrodynamik | Plasmaphysik
Die Sonne ins Labor holen
Warum die Sonnenkorona Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius erreicht, ist eines der großen Rätsel der Sonnenphysik.
30.12.2021
Sonnensysteme | Planeten
Rekonstruktion kosmischer Geschichte kann Eigenschaften von Merkur, Venus, Erde und Mars erklären
Astronomen ist es gelungen, die Eigenschaften der inneren Planeten unseres Sonnensystems aus unserer kosmischen Geschichte heraus zu erklären: durch Ringe in der Scheibe aus Gas und Staub, in der die Planeten entstanden sind.