Gassammelrohr

Gassammelrohr

Die Begriffe Gassammelrohr, Doppelhahnrohr und Gasmaus beschreiben einen länglichen gasdichten Behälter mit einem Ventil an jedem Ende. Meist hat so ein Behälter ein kalibriertes Volumen, eine zylindrische Form und ist aus Glas hergestellt worden. Gassammelrohre werden üblicherweise für wissenschaftliche Zwecke zum Sammeln von Gasproben eingesetzt.

Ausführungen

  • Gassammelröhren aus Glas, zylindrisch, mit zwei Oliven
  • wie vor, jedoch mit zwei Glashähnen, ohne Septum
  • wie vor, mit Septum
  • wie vor, jedoch mit PTFE-Hähnen, ohne Septum
  • wie vor, mit Septum

Gassammelröhren gibt es mit Inhalt 150, 250, 350, 500 und 1.000 ml.

Anwendung: Eine Methode zur Messung der Massendichte eines Gases[1]

Die Massendichte eines Gases kann mit folgenden Geräten ermittelt werden: Einem Gassammelrohr, einer Laborwaage und einer Wasserstrahlpumpe.

Masse und Volumen einer abgesaugten Menge Gases werden bestimmt: Unter dem atmosphärischen Druck Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): p wird das zu untersuchende Gas in das Gassammelrohr gefüllt und dann die Gesamtmasse Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m_{voll} ermittelt. Danach saugt die Wasserstrahlpumpe einen großen Teil des Gases aus dem Gassammelrohr, die sich danach ergebende Gesamtmasse Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m_{gesaugt} wird ebenfalls gemessen. Die Differenz der beiden Messwerte ergibt die Masse Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m=m_{voll}-m_{gesaugt} des abgesaugten Gases. Zuletzt wird dem fast evakuierten Gassammelrohr ermöglicht, eine ausgegaste Flüssigkeit (meist vorher erhitztes Wasser) aufzusaugen; dies erfolgt wieder unter Atmosphärendruck Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): p . Zum letzten Mal wird das jetzt ganz mit Flüssigkeit gefüllte Gassammelrohr gewogen: Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m_{\mbox{flüssigkeitenthalten}} . Die Massendifferenz des fast evakuierten Rohres und des flüssigkeitsbefüllten Gassammelrohres ergibt die Masse Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m_{\mbox{Flüssigkeit}}=m_{\mbox{flüssigkeitenthalten}}-m_{gesaugt} der angesaugten Flüssigkeit, die den Platz des abgesaugten Gases eingenommen hat. Die gegebene Massendichte Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): \rho_{\mbox{Flüssigkeit}} der Flüssigkeit ermöglicht es, das verdrängte Volumen Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): V=m_{\mbox{Flüssigkeit}}/\rho_{\mbox{Flüssigkeit}} zu berechnen.

Dadurch stehen die Masse Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): m und das Volumen Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): V der extrahierten Gasmenge zur Verfügung, was die Massendichte Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): \rho=\frac{m}{V} unter atmosphärischem Druck errechenbar macht. Wenn das Gas ein Reinstoff ist, dann erlaubt die Zustandsgleichung, die molare Masse $ M $ der gasförmigen chemischen Substanz zu bestimmen: Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): M = \frac{ m \cdot R \cdot T }{ p \cdot V}\, (Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): R repräsentiert die universelle Gaskonstante; Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): T die absolute Temperatur, bei der die Messungen durchgeführt wurden).

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Physikalische Chemie, Kaiser, Hennig, Verlag Dr. Max Gehlen, Bad Homburg, 1983, Seite 140