Donau Chemie

Erweiterte Suche

Donau Chemie AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1828
Sitz Wien OsterreichÖsterreich Österreich
Leitung Franz Geiger, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 875 (09/2012)[1]
Umsatz 304 Mio. EUR (09/2012)[1]
Bilanzsumme 165 Mio. EUR(09/2012)[1]
Branche Chemieindustrie
Website www.donau-chemie-group.com

Die Donau Chemie AG ist ein Chemieunternehmen mit etwa 900 Mitarbeitern und Produktionsstätten in neun Ländern, das Alain de Krassny gehört. Der Unternehmenssitz ist in Wien. Die Schwerpunkte sind die Herstellung von Industriechemikalien wie Schwefelsäure, Elektrolyseprodukte und Calciumcarbid, die Konfektionierung und der Handel mit Industriechemikalien sowie die Herstellung von Aktivkohle.[2]

Die Gruppe hat vier Geschäftsbereiche: BU Donau Chemie, BU Donauchem, BU Donau Carbon und BU Donau Kanol.

Geschichte

Die Donau Chemie AG wurde 1938, kurz vor dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich, aus verschiedenen Unternehmen der chemischen Industrie des Landes gegründet. Darunter waren:

  • Wagenmann, Seybel & Co. (später Österreichische HIAG-Werke Holzverkohlungsindustrie AG), Wien-Liesing
  • Skoda-Wetzler, Hydrierwerk Moosbierbaum
  • Continentale Gesellschaft für angewandte Elektrizität (Basel), Karbidfabrik in Landeck.

Im Dritten Reich wurde die Donau Chemie ein Teil der I.G. Farben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Werksanlagen in Moosbierbaum zerstört, in Liesing schwer beschädigt.

Nach der Reprivatisierung 1958 (wiederum Donau Chemie) und teilweisem Wiederaufbau werden im Rahmen mehrfacher Besitzerwechsel (Aktionäre waren unter anderem die Gesellschaften Rhône-Poulenc, Montana und die Creditanstalt) die Produktionsstätten in anderen Orten weitergeführt, so in Pischelsdorf (früher Hydrierwerk Moosbierbaum), Absam, in der Wiener Lobau, in Brückl und Ried im Traunkreis.

Die HIAG, später als GmbH, blieb in Liesing bis in die 1970er Jahre mit einem eingeschränkten Geschäftsfeld (unter anderem Essigerzeugung) weiter bestehen. Auf dem Werksgelände in Liesing verblieb weiters ein Lager- und Abfüllbetrieb der nunmehrigen „Donauchem Österreich“.

Zu einem Management-Buy-out kam es 1997, als der bisherige Generaldirektor Alain de Krassny das Unternehmen von Rhone-Poulenc und Creditanstalt übernahm.

2001 wurde dort ein Teil eines Investitionspaketes von etwa 2,3 Millionen Euro in Lager- und Abfülleinrichtungen investiert.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Kennzahlen. Donau Chemie, abgerufen am 29. Januar 2013 (deutsch).
  2. Leitbetriebe Wien
  3. Geschichte der Donau-Chemie.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

16.10.2021
Planeten | Elektrodynamik | Thermodynamik
Neues von den ungewöhnlichen Magnetfeldern von Uranus und Neptun
Tausende Grad heißes Eis - Wie es bei millionenfachem Atmosphärendruck entsteht und warum dieses leitende superionische Eis bei der Erklärung der ungewöhnlichen Magnetfelder der Gasplaneten Uranus und Neptun hilft.
14.10.2021
Elektrodynamik | Quantenphysik
Exotische Magnetzustände in kleinster Dimension
Einem internationalen Forscherteam gelang es erstmals, Quanten-Spinketten aus Kohlenstoff zu bauen.
15.10.2021
Sterne
Magentische Kräfte der Sonne: schnellere geladene Teilchen beobachtet
Protuberanzen schweben als riesige Wolken über der Sonne, gehalten von einem Stützgerüst aus magnetischen Kraftlinien, deren Fußpunkte in tiefen Sonnenschichten verankert sind.
14.10.2021
Planeten | Sterne
Der Planet fällt nicht weit vom Stern
Ein Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung von Planeten und ihrem jeweiligen Wirtsstern wurde in der Astronomie schon lange vermutet.
12.10.2021
Kometen und Asteroiden
Lerne die 42 kennen: Einige der größten Asteroiden fotografiert
Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile haben Astronom:innen 42 der größten Objekte im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter abgelichtet.
06.10.2021
Elektrodynamik | Festkörperphysik
Forschungsteam beobachtet eigenes Magnetfeld bei Doppellagen-Graphen
Normalerweise hängt der elektrische Widerstand eines Materials stark von dessen Abmessungen und elementarer Beschaffenheit ab.
05.10.2021
Festkörperphysik | Quantenphysik
Neue Art von Magnetismus in Kult-Material entdeckt
Ein internationales Wissenschaftsteam macht eine wegweisende Entdeckung in Strontiumruthenat.
30.09.2021
Kometen_und_Asteroiden | Planeten
Bombardement von Planeten im frühen Sonnensystem
Vesta, der größte Asteroid unseres Sonnensystems, war sehr viel früher einer umfangreichen Einschlagserie großer Gesteinskörper ausgesetzt als bislang angenommen.
30.09.2021
Plasmaphysik | Teilchenphysik
Strahldiagnostik für zukünftige Beschleuniger im Tischformat
Seit Jahrzehnten wurden Teilchenbeschleuniger immer größer - Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Alternative: „Teilchenbeschleuniger im Tischformat“, die auf der Laseranregung von Kielwellen in Plasmen (laser wakefield) basieren.
24.09.2021
Quantenoptik
Winzige Laser, die wie einer zusammenwirken
Israelische und deutsche Forscher:innen des Exzellenzclusters ct.