Alfred Wittinghofer

Erweiterte Suche

Alfred Wittinghofer (* 23. Mai 1943) ist ein deutscher Biochemiker.

Wittinghofer studierte ab 1963 Chemie an der TH Aachen mit dem Diplom-Abschluss 1968 und der Promotion (am Deutschen Wollforschungszentrum in Aachen) 1971. Danach war er bis 1973 als Post-Doktorand an der University of North Carolina und ab 1974 Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. Ab 1980 war er dort Gruppenleiter. 1992 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg in Biochemie. Er ist seit 1993 Direktor der Abteilung Strukturelle Biologie am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund und seit 1994 Honorarprofessor für Biochemie an der Ruhr-Universität Bochum.

Wittinghofer und Kollegen untersuchten die Struktur, Funktion und Wirkungsweise des Onkogen-Produkts Ras.[1]

Preise, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Louis-Jeantet-Preis für Medizin (2001)
  • Richard-Kuhn-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker (2002)
  • Deutscher Krebspreis (2003)
  • Otto-Warburg-Medaille (2003)
  • Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften (seit 2002)
  • Mitglied der Academia Europaea (seit 2001)
  • Ehrenmitglied der Japanischen Biochemischen Gesellschaft (seit 2002)
  • Mitglied der EMBO (seit 1995)
  • Felix Hoppe-Seyler Vorlesung (1998)
  • Rudolf-Virchow-Vorlesung der Universität Würzburg (2002)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. K. Scheffzek, M. R. Ahmadian, W. Kabsch, L. Wiesmüller, A. Lautwein, F. Schmitz, A. Wittinghofer: The Ras-RasGAP complex: Structural basis for GTPase activation and its loss in oncogenic Ras mutants, Science, Band 277, 1997, S. 333 – 338, I. R. Vetter, A. Wittinghofer: The guanine nucleotide-binding switch in three dimensions, Science, Band 294, 2001, S. 1299 – 1304

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

25.11.2021
Sonnensysteme | Exoplaneten
Wenig Kollisionsgefahr im Planetensystem TRAPPIST-1
Sieben erdgrosse Planeten umkreisen den Stern TRAPPIST-1 in nahezu perfekter Harmonie.
23.11.2021
Optik
„Maßgeschneidertes“ Licht
Ein Forscherteam entwickelt erstmals ein Lichtfeld, welches die Struktur des vierdimensionalen Raums widerspiegelt.
15.11.2021
Schwarze Löcher
Woher kommt das Gold?
Wie werden chemische Elemente in unserem Universum produziert?
08.11.2021
Teilchenphysik
Neue Einblicke in die Struktur des Neutrons
Sämtliche bekannte Atomkerne und damit fast die gesamte sichtbare Materie bestehen aus Protonen und Neutronen – und doch sind viele Eigenschaften dieser allgegenwärtigen Bausteine der Natur noch nicht verstanden.
08.11.2021
Physikdidaktik | Strömungsmechanik
Warum Teekannen immer tropfen
Strömungsmechanische Analysen der TU Wien beantworten eine alte Frage: Wie kommt es zum sogenannten „Teapot-Effekt“?
05.11.2021
Teilchenphysik | Thermodynamik
Elektronen-Familie erzeugt bisher unbekannten Aggregatzustand
Ein internationales Forschungsteam des Exzellenzclusters ct.
04.11.2021
Galaxien | Schwarze Löcher
Jet der Riesengalaxie M87
In verschiedenen Wellenlängen lässt sich ein gigantischer Teilchenstrahl beobachten, der von der Riesengalaxie M87 ausgestoßen wird.
04.11.2021
Galaxien
Am weitesten entfernter Nachweis von Fluor in sternbildender Galaxie
Eine neue Entdeckung gibt Aufschluss darüber, wie Fluor – ein Element, das in unseren Knochen und Zähnen als Fluorid vorkommt – im Universum entsteht.
02.11.2021
Monde | Kometen und Asteroiden
Planetologen erforschen schweres Bombardement des Mondes vor 3,9 Milliarden Jahren
Der Mond war vor 3,9 Milliarden Jahren einem schweren Bombardement mit Asteroiden ausgesetzt.
29.11.2021
Optik | Quantenoptik
Nur durch Billiardstel Sekunden getrennt
Ultrakurze Lichtblitze dauern weniger als eine Billiardstel Sekunde und haben eine wachsende technologische Bedeutung.