Klaus Rademann

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Klaus Rademann (* 1953) ist ein deutscher Physikochemiker.

Ab 1974 studierte er Chemie an der Freien Universität (FU) Berlin. Im Jahr 1981 schloss er das Studium als Diplom-Chemiker ab und begann seine Promotionsarbeit in Physikalischer Chemie im Arbeitskreis von Prof. Dr. Helmut Baumgärtel. Die Arbeit war dem Thema der resonanten 2-Photonen-Ionisation von aromatischen Molekülen und Van-der-Waals-Clustern im Überschalldüsenstrahl gewidmet und wurde im Jahr 1983 erfolgreich beendet. Die folgenden drei Jahre (1983-1985) verbrachte Klaus Rademann einen Postdoc-Aufenthalt als Stipendiat der Max-Planck-Gesellschaft an der Universität Tel Aviv in Israel, bei Joshua Jortner. 1989 konnte er sich als Liebig-Stipendiat im Arbeitskreis von Prof. F. Hensel in Marburg habilitieren. Seine Arbeit trägt den Titel Vom Atom zum Metall: Der Nichtmetall-Metall-Übergang in isolierten Quecksilberclustern. Im Anschluss an die Habilitation lehrte Herr Rademann von 1990 bis 1993 als Privatdozent in Physikalischer Chemie an der Philipps-Universität in Marburg und bekam im Juli 1992 einen Ruf der Humboldt-Universität zu Berlin im Fachbereich Chemie.

Seit 1993 ist Klaus Rademann Professor für physikalische und theoretische Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahre 1998 wurden seine Arbeiten mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

Ehrungen

  • 1970 Study Award (BASF)
  • 1983 Minerva Stipendium
  • 1985 Liebig Habilitations-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie
  • 1988 Chemiepreis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • 1989 Stipendium der Max-Planck-Gesellschaft
  • 1990 Otto-Klung-Preis für Chemie, der Freien Universität Berlin
  • 1991 Stipendium der Karl-Winnacker-Stiftung (Hoechst AG)
  • 1998 Leibniz-Preis der DFG

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