Bernhardus Trevisanus

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Bernhardus Trevisanus auch Graf Bernhard von Tresne und Naygen, Bernadus Comes (* 1406 in Padua; † 1490) war ein italienischer Alchemist.

Leben

Ab dem vierzehnten Lebensjahr will sich der Bernhardus Genannte mit der Alchemie beschäftigt haben. Erfolglos und verarmt und mit der Familie zerstritten, bereiste er sechzig Jahre lang Europa und den Orient. Erst 1481 will er auf Rhodos den Stein der Weisen mit der Hilfe eines Priesters gefunden haben. Karl Christoph Schmieder befand dazu: „Ein Greis von 75 Jahren, hatte er freilich wenig mehr Genuss von dem erreichten Ziele, als davon zu schreiben; denn er starb 1490.“ Seine offene Art, sein langes Scheitern und Irren zu beschreiben, brachte ihm eine hohe Glaubwürdigkeit und weite Verbreitung seiner Schriften ein.

Werke

  • Peri chemeias, opus historicum et dogmaticum, übers. v. Guglielmo Grataroli, Straßburg: Emmel, 1567
  • Von der Hermetischen Philosophia, das ist, vom Gebenedeiten Stein der weisen, der hocherfahrnen und fürtrefflichen Philosophen, Herrn Bernhardi, Graven von der Marck, und Tervis…«, herausgegeben von Toxites, Strassburg 1574, 1586
  • Bernhardus innovatus herausgegeben von Caspar Horn, 1643
  • Bernhardi (das ist Bernhardus Trevisanus) Chymische Schriften von der Hermetischen Philosophie vier Teile Leipzig 1605 Herausgegeben von Tanck
  • Chymische Schriften, von dem gebenedeiten Stein der Weisen. Aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet, ingleichen mit des J. Tanckens Anmerkunden durch Caspar Horn von Bernhardus u. a. Trevisanus Nürnberg. Tauber. 1717. ASIN B002R19N4Y

Literatur

  • Karl Christoph Schmieder: Die Geschichte der Alchemie. 1832, zuletzt Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539003-X

Weblinks

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