Günther Drefahl

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Friedensrattagung 1979, Auszeichnung von Karin Büttner-Janz mit der Deutschen Friedensmedaille

Günther Drefahl (* 11. Mai 1922 in Rostock) ist ein deutscher Chemiker. Er war Abgeordneter der Volkskammer der DDR und Vorsitzender des Friedensrates der DDR.

Leben

Drefahl studierte von 1940 bis 1945 Chemie an der Universität Rostock. 1946 promovierte er und wurde anschließend mit 23 Jahren vertretungsweise als Dozent für anorganische Chemie in den Lehrkörper der Universität Rostock berufen. 1949 habilitierte er sich. Aus einer nur für wenige Monate angesetzten Vertretung für die Zeit der Entnazifizierung, wurden schließlich drei Jahre. Sodann wurde er im September 1949 als Professor mit Lehrauftrag für organische Chemie und Chemie der Naturstoffe an die Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen. „Mit 27 Jahren wird er zum damals jüngsten Chemie-Professor für organische Chemie berufen.[1] 1957 wurde er ordentlicher Professor mit Lehrstuhl für organische Chemie und Direktor des Instituts für Organische Chemie und Biochemie. Drefahl war von 1962 bis 1968 Rektor der Friedrich-Schiller-Universität. 1962 erhielt er den Nationalpreis der DDR. 1963 wurde er Mitglied des Forschungsrates der DDR, 1964 ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften. 1982 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden der DDR. Im Jahr 1987 emeritierte er.[2]

Politik

Im Zeitraum von 1969 bis 1989 war er Präsident des Friedensrates der DDR. 1970 wurde er Mitglied des Präsidiums des Komitees für europäische Sicherheit der DDR. 1983 wurde er Vizepräsident des Weltfriedensrats. Drefahl war Vertreter des Kulturbundes der DDR in der 8. Volkskammer und in der 9. Volkskammer der DDR. In der Regierung Modrow war er an der Ausarbeitung neuer Wahlgesetze für die Deutsche Demokratische Republik beteiligt. Am 27. September 1989 wurde er Ehrenbürger der Stadt Jena, die Ehrenbürgerschaft wurde am 20. März 1991 aberkannt.

Literatur

Weblinks

 Commons: Günther Drefahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Einzelnachweise

  1. Interview mit Drefahl, geführt von Matthias Steinbach für das Uni-Journal Jena (abgerufen am 10. November 2009)
  2. SED, Klappe halten, von Matthias Benkenstein, in: TLZ online (Jena) vom 6. November 2009 (kostenpflichtig)

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