Edith M. Flanigen

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Edith Marie Flanigen (* 28. Januar 1929 in Buffalo, New York) ist eine US-amerikanische Chemikerin und Erfinderin.

Leben

Flanigen erwarb 1950 am D’Youville College in Buffalo, New York einen Bachelor in Chemie und 1952 an der Syracuse University in Syracuse, New York einen Master in anorganischer Chemie. Anschließend ging sie bei Union Carbide in die Chemische Industrie, wo sie 1973 erster weiblicher research fellow (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) und 1983 senior research fellow (Leiter einer Arbeitsgruppe) wurde. 1988 wechselte sie zu Universal Oil Products (UOP), einem Tochterunternehmen von Union Carbide und Allied Signal. 1994 ging sie in den Ruhestand, blieb aber als Beraterin für UOP aktiv.

Wirken

Flanigen hat wichtige Beiträge zur Entwicklung von Molekularsieben aus synthetischen Zeolithen geleistet, die weite Verwendung in der petrochemischen Industrie gefunden haben. Während ihrer Karriere bei Union Carbide und UOP hat Flanigen über 200 neue synthetische Materialien entwickelt und war maßgeblich an der Entwicklung von Zeolith Y beteiligt. Darüber hinaus erfand sie eine Methode zur künstlichen Herstellung von Smaragden, die in Masern (Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation) und als Schmuck verwendet wurden, und erbrachte bei der Anwendung der Infrarotspektroskopie zur Analyse von Zeolithen Pionierleistungen.

Flanigen ist Inhaberin von mehr als 100 US-amerikanischen Patenten.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1991 Chemical Pioneer Award[1]
  • 1992 Perkin Medal der Society of Chemical Industry[2]
  • 2004 Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame[3]
  • 2004 Lemelson-MIT Lifetime Achievement Award[4]
  • 2005 Mitgliedschaft in der American Academy of Arts and Sciences[5]

Weblinks

  • Edith Flanigen bei chemheritage.org (im Internet Archive archivierte Seite)

Einzelnachweise

  1. Chemical Pioneer Award Winners beim American Institute of Chemists (theaic.org); abgerufen am 13. August 2011
  2. Perkin Medallists bei der Society of Chemical Industry (soci.org); abgerufen am 13. August 2011
  3. Edith Flanigen bei der National Inventors Hall of Fame (invent.org); abgerufen am 13. August 2011
  4. 2004 Lemelson-MIT Lifetime Achievement Award beim Massachusetts Institute of Technology (mit.edu); abgerufen am 13. August 2011
  5. Book of Members 1780–2010 (PDF, 218 kB) der American Academy of Arts and Sciences (amacad.org); abgerufen am 13. August 2011

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