Dietrich Maier

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Dietrich Maier (* 2. Februar 1944 in Heidelberg) ist ein deutscher Chemieingenieur. Er war Leiter der Wasserwerke der Stadtwerke Karlsruhe und lehrt seit 1983 als Honorarprofessor an der Universität Karlsruhe (TH) (heute Karlsruher Institut für Technologie.

Werdegang

In Heidelberg geboren, wuchs Maier in Karlsruhe auf. Am dortigen Kantgymnasium legte er 1963 sein Abitur ab und wurde für die besten Leistungen im Fach Chemie mit einem Preis ausgezeichnet. Im Anschluss nahm er an der Technischen Universität Karlsruhe ein Studium der Chemie auf und wurde noch als Student persönlicher Assistent des Wasserchemikers Heinrich Sontheimer. Nach Abschluss als Diplom-Chemiker im Jahr 1968 war er vom 1. Juni 1968 bis 30. September 1972 an der Fakultät Chemieingenieurwesen der Universität Karlsruhe tätig. Während dieser Zeit bereitete er seine Promotion zum Dr. Ing. vor, die er 1971 mit „summa cum laude“ abschloss. 1981 habilitierte er sich daselbst und erhielt 1982 die Venia legendi. 1983 verlieh ihm das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg den Titel eines Professors.

Maier war ab 1. Oktober 1972 Leiter des Betriebs- und Forschungslabors des Zweckverbandes Bodensee-Wasserversorgung (BWV). Zum 1. Juli 1987 wechselte er zu den Stadtwerken Karlsruhe und war dort bis 1. August 1990 Leiter der Wasserwerke und vom 1. August 1990 bis 30. September 2001 stellvertretender Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe (Wasser, Strom, Gas, Fernwärme). Seit dem Jahr 2001 leitet er eine Forschungsgruppe am Heinrich-Sontheimer-Laboratorium für Wasserforschung und Wassertechnologie.

Bereits mit seiner ersten Veröffentlichung als Student, einer Untersuchung zur Beseitigung von Ölverschmutzungen auf Gewässern mit Bindemitteln setzte Maier neue wissenschaftliche Erkenntnisse so um, dass sie bis heute in der Beseitigung von Gewässerverunreinigungen Gültigkeit haben. Die Themen Wasseranalytik, Trinkwasseraufbereitung und Notwasserversorgung blieben Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. Dazu legte er etwa 220 Veröffentlichungen vor und hielt 200 Vorträge.

Neben seiner beruflichen und wissenschaftlichen Arbeit trat Maier durch sein ehrenamtliches Engagement hervor. Im März 2004 war er Gründer und bis Juni 2009 Vorsitzender der Europäischen Brunnengesellschaft, die sich für eine Pflege alter Brunnen im Sinne des Denkmalschutz einsetzt. Nach dem Seebeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 übernahm Maier die Leitung einer interdisziplinären Gruppe von Helfern, die in Sri Lanka die Trinkwasserversorgung wiederherstellte, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern.

Er ist Präsident der International Water Aid Organisation (IWAO), Mitglied der International Ozone Association (IOA), Mitglied des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches und dort Obmann des Projektkreises Notwasserversorgung sowie Mitglied der Fachgruppe Wasserchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Ehrungen

  • 1976: Wissenschaftlicher Nachwuchspreis der Fachgruppe Wasserchemie, Kiel
  • 1981: Best Paper Award, Ozone World Congress, Washington
  • 1983: Werner-von-Siemens-Medaille, Essen
  • 2002: Ehrenpräsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR)
  • 15. Juli 2009: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

Quelle

Weblinks

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